24 May 2026, 18:11

Dramatische Bergrettungen im Wettersteingebirge innerhalb weniger Tage

Seilblockade am Teufelsgrat, Sommerkleidung im Schnee: Bergrettung verhindert Dramen am Zugspitze

Dramatische Bergrettungen im Wettersteingebirge innerhalb weniger Tage

Zwei getrennte Rettungseinsätze fanden diese Woche in den Wettersteingebirgen statt. Am Sonntag gerieten zwei Bergsteiger am Oberreintalschrofen, einem 2.523 Meter hohen Gipfel an der deutsch-österreichischen Grenze, in eine Notlage. Nur wenige Tage später benötigte eine weitere Gruppe von drei Bergsteigern in der Nähe des Zugspitzgipfels bei sich verschlechternden Wetterbedingungen Hilfe.

Der erste Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 21. September, als das Bergrettungsteam aus Garmisch-Partenkirchen einen Notruf erhielt: Zwei Bergsteiger saßen in der Ostverschneidung-Route am Oberreintalschrofen fest. Das Duo hatte die Klettertour zwar erfolgreich abgeschlossen, fand jedoch den Abstieg nicht. Beim Versuch abseilen, klemmte ihr Seil im sechsten Abschnitt ein, sodass sie nicht mehr weiterkamen.

Ein Rettungshubschrauber brachte vier Retter zur Unfallstelle. Zwei von ihnen stiegen die sechs Abschnitte hinauf, um die Bergsteiger zu erreichen, und seilten sich anschließend mit ihnen sicher zur Oberreintalhütte ab. Beide Kletterer blieben unverletzt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nur wenige Tage später, am Donnerstag, ging ein weiterer Notruf ein: Drei unzureichend auf Kälte vorbereitete Bergsteiger saßen 200 Meter unter dem Zugspitzgipfel fest. Da ein Sturm aufzog, startete die Bergwacht eine nächtliche Rettungsaktion. Die Kletterer wurden über den Stopselziehersteig geführt und von der Ehrwalder Bergrettung in Tirol zur Wiener-Neustädter-Hütte gebracht.

Der Oberreintalschrofen, Teil des Teufelsgrat-Kamms, liegt südlich von Garmisch-Partenkirchen und nordwestlich von Leutasch. Sein steiles Gelände und die exponierten Routen stellen Bergsteiger immer wieder vor Herausforderungen und testen ihre Fähigkeiten sowie Vorbereitung.

Alle fünf an den beiden Vorfällen beteiligten Bergsteiger wurden unverletzt gerettet. Die Einsätze zeigten erneut die Gefahren des Alpenbergsteigens, insbesondere bei plötzlichen Wetterumschwüngen oder wenn Routen schwieriger sind als erwartet. Die Bergrettungsteams appellieren weiterhin an Kletterer, geeignete Ausrüstung mitzuführen und Abstiege sorgfältig zu planen.

Quelle