Deepfakes und Falschmeldungen verunsichern die Deutschen massiv – doch nur wenige erkennen sie
Stjepan StaudeDeepfakes und Falschmeldungen verunsichern die Deutschen massiv – doch nur wenige erkennen sie
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Sorgen unter Deutschen angesichts der Verbreitung von Deepfakes und Falschmeldungen. Fast neun von zehn Befragten halten KI-generierte Inhalte für gefährlich, doch nur ein Drittel fühlt sich sicher, diese zu erkennen. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass eine breite Mehrheit bereits mit irreführenden Informationen konfrontiert wurde – besonders im politischen Bereich.
Laut der Studie sind 91 Prozent der Deutschen im Internet bereits auf falsche oder täuschende Inhalte gestoßen. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gibt zu, Material weitergeleitet zu haben, ohne dessen Richtigkeit zu überprüfen. Videos sind dabei das am häufigsten gemeldete Format für Deepfakes – ein alarmierendes Zeichen für deren mögliche Auswirkungen.
Falschmeldungen mit Bezug zur US-Politik dominieren das Bild: 74 Prozent der Befragten berichten, solchen Inhalten ausgesetzt gewesen zu sein. Gleichzeitig stoßen 41 Prozent regelmäßig auf Informationen, deren Wahrheit sie nicht bestätigen können. Eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent hat Schwierigkeiten, die Glaubwürdigkeit von Nachrichtenquellen einzuschätzen.
Die Unterstützung für strengere Maßnahmen ist groß. 84 Prozent befürworten Strafen für die gezielte Erstellung von Desinformation. Unter denen, die bereits Falschmeldungen encountered sind, halten 87 Prozent deren vorsätzliche Verbreitung für strafwürdig.
Das Bewusstsein für Deepfakes ist hoch: 20 Prozent sind sich sicher, bereits KI-generierte Inhalte gesehen zu haben, weitere 41 Prozent vermuten dies. Dennoch fühlt sich nur ein Drittel (34 Prozent) in der Lage, manipulierte Medien zu identifizieren.
Die Umfrage unterstreicht das Ausmaß von Fehlinformationen in Deutschland, wobei Deepfakes und politische Falschmeldungen besonders besorgniserregend sind. Zwar befürwortet die Mehrheit rechtliche Konsequenzen für Desinformation, doch das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, falsche Inhalte zu erkennen, bleibt gering. Die Ergebnisse deuten auf einen wachsenden Bedarf an besseren Werkzeugen und Aufklärung hin, um irreführende Online-Inhalte wirksam zu bekämpfen.






