CSU plant radikale Steuerreformen und Arbeitsmarktänderungen in Bayern

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Ein Blatt Papier mit einer Schrift darauf.

CSU-Forderungen: Senken der Erbschaftsteuer - Aufheben der Krankschreibung per Anruf - CSU plant radikale Steuerreformen und Arbeitsmarktänderungen in Bayern

Die regierende CSU in Bayern hat ein Paket aus Steuer- und Arbeitsmarktreformen vorgestellt, das Bürger und Unternehmen entlasten soll. Unter Führung von Ministerpräsident Markus Söder umfassen die Pläne Senkungen bei Erbschafts- und Einkommensteuer, Anpassungen der Arbeitszeitregelungen sowie den dringenden Appell, die Stromsteuer noch in diesem Jahr abzuschaffen. Die Partei versichert, dass die Maßnahmen weniger als 10 Milliarden Euro kosten würden – finanziert durch die Streichung des umstrittenen Heizungsgesetzes.

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag treibt dabei vor allem eine spürbare Steuerentlastung voran. Geplant ist, den Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer anzuheben, um Gering- und Mittelverdiener zu entlasten. Gleichzeitig sollen die Freibeträge bei der Erbschaftsteuer erhöht und den Bundesländern mehr Spielraum bei der Gestaltung eingeräumt werden. Zudem würden nach den Vorstellungen der CSU Betriebsübergaben im Erbweg oder durch Schenkungen künftig komplett steuerfrei sein.

Söder fordert zudem eine beschleunigte Reform der Unternehmensbesteuerung: Der Satz soll schrittweise von 15 auf 10 Prozent zwischen 2028 und 2032 gesenkt werden. Parallel dazu pocht die CSU auf die sofortige Abschaffung der Stromsteuer für alle Bürger – ein Schritt, der nach Ansicht der Partei dringend nötige finanzielle Entlastung bringen würde.

Auch am Arbeitsmarkt will die CSU Veränderungen durchsetzen. So soll die Möglichkeit, Krankschreibungen per Telefon zu erhalten, abgeschafft werden – seit der Einführung digitaler Atteste 2021 habe die Zahl der gemeldeten Fehltage deutlich zugenommen, begründet die Partei. Zudem schlägt sie vor, die täglichen Höchstarbeitszeiten durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen, was die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern solle.

Die CSU beziffert die Gesamtkosten der Reformen auf unter 10 Milliarden Euro, die durch den Verzicht auf das Heizungsgesetz gegenfinanziert werden könnten, so Söder. Sollten die Pläne umgesetzt werden, stünde Bayern – und darüber hinaus – eine grundlegende Wende in Steuerpolitik und Arbeitsmarktregulierung bevor.

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