Chinas Autoabsatz bricht ein – Elektroautos dominieren erstmals die Top 10
Stjepan StaudeChinas Autoabsatz bricht ein – Elektroautos dominieren erstmals die Top 10
Chinas Automarkt erlebt im Mai 2024 einen deutlichen Einbruch: Die Gesamtverkäufe gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent zurück. Besonders hart trifft es Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – hier brachen die Absatzzahlen um 39 Prozent ein.
Im Mai zeigte sich ein klarer Wandel in den Verbraucherpräferenzen: Zum ersten Mal waren sämtliche Modelle in den Top 10 der meistverkauften Fahrzeuge in China rein elektrisch oder Plug-in-Hybride. Vollstromer halten nun einen Marktanteil von 42,21 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vormonaten.
Auch BMW spürt die Folgen dieser Entwicklung. Das Unternehmen gab eine Gewinnwarnung heraus und verwies auf die verschärften Bedingungen im chinesischen Automarkt. Während die Verkäufe in China und der Asien-Pazifik-Region einbrachen, konnten die Zuwächse in Europa und den USA dies nicht ausgleichen. Besonders die Modelle mit Verbrennungsmotor verzeichnen stark rückläufige Stückzahlen und schrumpfende Margen.
Deutsche und japanische Hersteller verlieren in China weiter an Boden, während einheimische Marken ihre Position stärken. BMWs erstes Elektroauto der „Neuen Klasse“, der iX3, wird erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 in den chinesischen Showrooms erwartet – eine Verzögerung, die mögliche Erholungschancen hinauszögert.
Für den Rest des Jahres bleibt die Marktlage in China voraussichtlich schwach. Traditionelle Automobilhersteller geraten zunehmend unter Druck, da Elektro- und Hybridmodelle die Verkäufe dominieren. BMWs verspätete E-Offensive und die schwächelnde Verbrenner-Palette unterstreichen die Herausforderungen, die noch bevorstehen.
