05 June 2026, 17:02

Bundesregierung lockert Brachflächen-Regeln gegen die gefährliche Reiszikade

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Bundesregierung lockert Brachflächen-Regeln gegen die gefährliche Reiszikade

Landwirte in Deutschland sehen sich mit wachsenden Problemen durch die Reiszikade konfrontiert, einen Schädling, der in ganz Deutschland Ernteerträge bedroht. Als Reaktion darauf plant die Bundesregierung neue Regelungen, um die Bekämpfung des Insekts zu unterstützen: Ab dem nächsten Jahr sollen in betroffenen Gebieten Brachflächen zugelassen werden.

Der Schritt folgt auf Berichte, wonach das Freihalten von Feldern im Spätsommer die Zikadennymphen aushungern kann, bevor sie zu ausgewachsenen Tieren heranwachsen.

Bisher mussten Landwirte mindestens 80 Prozent ihrer Ackerflächen mit Pflanzen, Mulch oder Ernteückständen bedecken, um Bodenerosion und Nährstoffverluste zu verhindern. Die neue Änderungsverordnung wird jedoch bestimmte Flächen – insbesondere solche für Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse – von dieser Pflicht ausnehmen.

Versuche und regionale Berichte bestätigen, dass eine Brachephase nach der Ernte dieser Kulturen die Zikadenpopulation wirksam reduziert. Der Bayerische Kartoffelverband diskutierte das Problem Mitte Juni 2025 mit Erzeugern und Händlern und betonte die Dringlichkeit der Lage.

Gleichzeitig werden die an EU-Agrarstandards geknüpften Auflagen überprüft, um praktikable Lösungen zu finden. Eine weitere Sorge gilt der Sicherstellung der bayerischen Versorgung mit Pflanzgut, um eine Ausbreitung des Lilienhähnchens in bisher nicht betroffene Regionen zu verhindern.

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Die Änderungen sollen den Landwirten mehr Flexibilität bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen geben, um die Zikadenplage einzudämmen. Durch die Zulassung von Brachzeiten strebt die Regierung an, die Populationen zu verringern, ohne den Bodenschutz zu vernachlässigen. Die Anpassungen sollen 2026 in Kraft treten.

Quelle