16 April 2026, 12:13

Bundesagrarminister fordert Lockerung des Artenschutzes für Biber und Kormorane

Plakat mit Abbildungen verschiedener Tiere, darunter ein Biber, mit begleitendem Text.

Bundesagrarminister fordert Lockerung des Artenschutzes für Biber und Kormorane

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat mit seiner Kritik am EU-weit geschützten Status bestimmter Wildtierarten eine Debatte ausgelöst. In Äußerungen, die am Samstag in den Zeitungen der Mediengruppe Bayern veröffentlicht wurden, forderte der CSU-Politiker eine Neubewertung des Schutzstatus von Bibern, Saatkrähen, Ottern und Kormoranen.

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Rainer argumentiert, dass die Bestände dieser Tiere mittlerweile so stark angestiegen seien, dass ihr aktueller Schutzstatus nicht mehr gerechtfertigt sei. Die bestehenden Regelungen seien veraltet und würden die wachsenden Populationen nicht ausreichend berücksichtigen. Seine Aussagen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen darüber, wie Artenschutz mit den wirtschaftlichen Interessen von Landwirten und Fischern in Einklang gebracht werden kann.

Am Beispiel des Wolfs verdeutlichte Rainer, dass einige Arten erhebliche wirtschaftliche Schäden in der Landwirtschaft und Fischerei verursachen. Er betonte, die EU müsse offen diskutieren, ob das hohe Schutzniveau für diese Tiere noch angemessen sei. Gleichzeitig versicherte er, es gehe ihm nicht darum, Mensch und Natur gegeneinander auszuspielen, sondern einen fairen Kompromiss zu finden.

Im Mittelpunkt von Rainers Vorschlag steht eine Neuordnung des Schutzstatus der vier genannten Arten. Er plädiert für ein System, das Naturschutzmaßnahmen besser mit den Realitäten der modernen Landwirtschaft und Fischerei in Einklang bringt.

Die Äußerungen des Ministers lenken die Aufmerksamkeit erneut auf den Spannungsbogen zwischen Artenschutz und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit. Sein Aufruf zu einer EU-weiten Überprüfung könnte zu Änderungen in der Bewirtschaftung dieser Arten führen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob sich die Naturschutzpolitik an Rainers vorgeschlagenem Ausgleich orientieren wird.

Quelle