Bremen kämpft um seine lebenswichtige Flugverbindung nach Frankfurt
Stjepan StaudeBremen kämpft um seine lebenswichtige Flugverbindung nach Frankfurt
In Bremen haben Gespräche zwischen Vertretern der Stadt und der Lufthansa begonnen, um eine Lösung für die Zukunft der Flugverbindung Bremen–Frankfurt zu finden. Die Airline hat angekündigt, die Strecke zum 1. Juli 2026 einzustellen – ein Schritt, der bei lokalen Unternehmen und Wirtschaftskreisen auf Besorgnis stößt.
Vor zwei Wochen war ein gemeinsamer Appell unter dem Titel „Internationale Erreichbarkeit sichern – Flugverbindung Bremen–Frankfurt erhalten!“ gestartet worden. Er erhielt Unterstützung von 31 Kammern, Wirtschaftsverbänden und Institutionen sowie 370 Unternehmen. Auch die Handelskammer Bremen und die IHK Oldenburg richteten einen Brief an Lufthansa-Chef Carsten Spohr, in dem sie die Airline aufforderten, die Verbindung aufrechtzuerhalten.
André Grobien, Präsident der Handelskammer Bremen, warnte, dass der Verlust der Strecke die Wettbewerbsfähigkeit der Region schwächen und Investitionen gefährden würde. Bremen ist stark exportabhängig – fast 70 Prozent der Wirtschaft hängen vom internationalen Handel ab. Die Anbindung an den Frankfurter Drehkreuz ist für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Schlüsselbranchen in Nordwestdeutschland von zentraler Bedeutung.
Jan Müller, Präsident der IHK Oldenburg, forderte die Abschaffung der Luftverkehrssteuer und bessere Rahmenbedingungen für den Flugverkehr in Deutschland. Beide Kammern setzen sich weiterhin für die wirtschaftlichen Interessen der Region ein und suchen nach einer tragfähigen Lösung.
Die Gespräche zwischen Bremen und der Lufthansa laufen nun auf Hochtouren. Ihr Ergebnis wird entscheiden, ob die wichtige Flugverbindung erhalten bleiben kann. Gleichzeitig drängen Wirtschaftsführer auf politische Maßnahmen, die das Überleben der Strecke sichern.






