BMW investiert über eine Milliarde Euro in Münchner Werk und lebenslanges Lernen
Alexander TextorBMW investiert über eine Milliarde Euro in Münchner Werk und lebenslanges Lernen
BMW baut sein Münchner Werk in einem der größten Umbauten seines globalen Produktionsnetzwerks um. Das Projekt ist Teil einer Investition von über einer Milliarde Euro in Aus- und Weiterbildung, mit besonderem Fokus auf lebenslanges Lernen für die Belegschaft. In diesem Jahr fanden in München auch die "Responsibility Days" statt – ein Zeichen für die zentrale Rolle der Stadt in den Zukunftsplänen des Konzerns.
Das Münchner Werk wird grundlegend modernisiert, um die Produktion der neuen "Neue Klasse"-Fahrzeuge von BMW vorzubereiten. Rund 33 Prozent der bestehenden Bausubstanz werden abgerissen, während 70.000 Quadratmeter neue Nutzfläche entstehen. Das 500.000 Quadratmeter große Gelände beherbergt bereits über 620.000 Quadratmeter Produktionsfläche – daher werden neue Hallen mit drei Stockwerken errichtet, um den Platz optimal zu nutzen.
Der Umbau hat einen Zeitplan von 18 Monaten – von Abrissarbeiten bis zur Installation neuer Technologien. Trotz der Baumaßnahmen läuft die Produktion weiter: Mehr als 6.500 Mitarbeiter halten die Bänder am Laufen und stellen alle 60 Sekunden ein neues Fahrzeug her.
Das "Talent Campus" von BMW in München dient als zentrales Schulungszentrum für rund 40.000 Mitarbeiter weltweit. Jährlich beginnen etwa 1.200 Auszubildende ihre Berufsausbildung in einem von 30 anerkannten Ausbildungsberufen oder 18 dualen Studiengängen. Im "Robotics and AI Training Center" liegt der Schwerpunkt auf praktischen Anwendungen – KI wird hier als unterstützendes Werkzeug eingesetzt, nicht als Entscheidungsinstanz.
Die "Responsibility Days 2025" waren die dritte Auflage der Veranstaltung, nach vorherigen Treffen in Südafrika und Mexiko. Sie fielen zusammen mit der umfassenden Neuausrichtung des globalen Produktionsnetzwerks von BMW und unterstreichen die Bedeutung Münchens als Schlüsselstandort.
Über Deutschland hinaus betreibt BMW Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme in 20 weiteren Ländern, darunter Großbritannien, den USA, Brasilien und Südkorea. Zwar bleibt Deutschland der stärkste Standort, doch das Engagement für Kompetenzentwicklung erstreckt sich über mehrere Kontinente.
Der Umbau in München und die Investitionen in die Weiterbildung sollen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von BMW sichern. Die neuen Anlagen und Programme bereiten die Mitarbeiter auf die Veränderungen in der Fertigung vor und stellen sicher, dass das Unternehmen zukünftigen Anforderungen gewachsen ist. Da die Produktion während der Modernisierung weiterläuft, bleibt das Werk ein unverzichtbarer Teil der globalen BMW-Operations.






