Biathlon-Team fliegt per Helikopter zum Festival – und erntet Klimakritik
Roger AdolphBiathlon-Team fliegt per Helikopter zum Festival – und erntet Klimakritik
Norwegens Biathlon-Team in der Kritik nach Helikopter-Flug zu Festival in München
Die norwegische Biathlon-Mannschaft steht in der Kritik, nachdem sie einen Helikopter genutzt hat, um von ihrem italienischen Trainingslager zum LOOP ONE Festival nach München zu reisen. Teammanager Per Arne Botnan verteidigte die Entscheidung mit dem Argument, dass sportliche Prioritäten manchmal Umweltbedenken überwiegen würden. Die Aktion löste eine Debatte über Nachhaltigkeit im Spitzensport aus.
Das Team unterbrach sein Höhenlagertraining in Italien, um an der Veranstaltung in München teilzunehmen. Um Zeit zu sparen, entschied man sich für den Helikopter-Transport – was scharfe Kritik von Frøya Sjursæther von Norwegens Grüner Partei auslöste. Sie warf den Sportlern vor, durch ihr Handeln die Zukunft des Wintersports zu gefährden, indem sie ihre Klimaverantwortung ignorierten.
Botnan verwies zur Rechtfertigung auf die umweltpolitischen Bemühungen des Norwegischen Biathlon-Verbands während der Saison. In diesem Fall habe jedoch die Einhaltung des Trainingsplans Vorrang gehabt. Sturla Holm Lægreid, Gesamt-Weltcup-Sieger, räumte ein, dass die Vereinbarkeit von Spitzensport und Nachhaltigkeit eine Herausforderung bleibe.
Lægreid ergänzte, dass einige Festival-Verpflichtungen, wie ein Interview in Lavazè, auch remote hätten wahrgenommen werden können. Trotz der Kontroverse galt das LOOP ONE Festival selbst als Erfolg – wenn auch mit unerwarteten Nebenwirkungen.
Der Vorfall rückt die Spannungen zwischen Wettkampfsport und ökologischer Verantwortung in den Fokus. Während das Team inzwischen zu seinem Training zurückgekehrt ist, hält die Diskussion über die Reiseentscheidung an. Der Norwegische Biathlon-Verband sieht sich nun mit der Frage konfrontiert, wie sich Leistungsansprüche mit Klimazielen in Einklang bringen lassen.






