14 April 2026, 10:12

Bergrettung Hinterstein warnt: Immer mehr vermeidbare Notfälle in den Allgäuer Alpen

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Menschen, die einen schneebedeckten Berg mit den Eisschritten des Mt. Blanc im Hintergrund erklimmen, mit Rückenpacken und Seilen.

Bergrettung Hinterstein warnt: Immer mehr vermeidbare Notfälle in den Allgäuer Alpen

Bergrettung Hinterstein verzeichnet 2024 ungewöhnlich viele Einsätze – viele vermeidbar

Die Bergrettung Hinterstein hatte im Jahr 2024 mit einer außergewöhnlich hohen Zahl an Einsätzen zu kämpfen, wobei viele der Vorfälle als vermeidbar eingestuft wurden. Allein am vergangenen Wochenende zeigten zwei separate Rettungsaktionen in den Allgäuer Alpen die Gefahren mangelnder Vorbereitung auf. Behörden warnen, dass weite Teile der Region oberhalb von 1.600 Metern weiterhin unter extremen Winterbedingungen leiden.

Am Samstagabend gerieten zwei junge Männer in etwa 2.000 Metern Höhe in steilem, schneebedecktem Gelände nahe dem Schrecksee in eine Notlage. Wie die Rettungskräfte berichteten, waren sie "völlig unzureichend ausgerüstet und unerfahren" und hatten ihre Tour anhand von TikTok-Videos geplant. Der Rettungshubschrauber Christoph 17 mit zwei Bergrettern an Bord versuchte, sie zu erreichen, musste jedoch wegen tief hängender Wolken umkehren. Schließlich konnte der Hubschrauber RK2 aus Reutte die beiden mit Unterstützung eines Hintersteiner Rettungsmitarbeiters aus der Luft bergen.

Nur einen Tag später mussten zwei 16-jährige Bergsteiger gerettet werden, nachdem sie am Hochvogel wegen verschlechterten Wetters umkehren wollten. Da der Abstieg zu gefährlich war, alarmierten sie die Rettungskräfte. Die Bergrettung Hinterstein betonte, dass anspruchsvolle Routen unter den aktuellen Bedingungen nur von erfahrenen Alpinisten begangen werden sollten.

Die Einsatzkräfte weisen darauf hin, dass Personen ohne spezielle Bergrettungsversicherung die Kosten selbst tragen müssen. Sie appellieren an Wanderer, sich vor Touren über zuverlässige Quellen über die Bedingungen zu informieren, um unnötige Risiken zu vermeiden.

Die Bergrettung Hinterstein warnt weiterhin vor den gefährlichen Verhältnissen in den Allgäuer Alpen. Da viele Einsätze auf unvorbereitete Wanderer zurückgehen, wird erneut auf die Bedeutung sorgfältiger Planung und Erfahrung hingewiesen. Gerettete ohne ausreichenden Versicherungsschutz müssen mit hohen Kosten für ihre Bergung rechnen.

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