Bayerns Verletzungsdrama: 16-Jähriger fast im Champions-League-Kader
Roger AdolphBayerns Verletzungsdrama: 16-Jähriger fast im Champions-League-Kader
FC Bayern München stand vor dem Champions-League-Duell mit Atalanta Bergamo vor einer schweren Verletzungskrise. Schlüsselfiguren, darunter beide etatmäßige Torhüter, fielen aus, sodass der Verein auf junge Talente zurückgreifen musste. Die Lage spitzte sich so sehr zu, dass fast ein 16-Jähriger sein Debüt in der Profimannschaft gegeben hätte.
Vor dem Spiel kämpfte der Rekordmeister mit Personalnot in Abwehr und Tor. Erfahrener Keeper Sven Ulreich laborierte an einem gerissenen Adduktorenmuskel, während Manuel Neuer weiterhin verletzungsbedingt pausierte. Damit blieb dem Team kaum eine Alternative – der erst 16-jährige Leonard Prescott rückte überraschend in den Kader der ersten Mannschaft auf.
Zur Halbzeit führte Bayern mit 4:0, was Trainer Vincent Kompany die Möglichkeit gab, Wechsel vorzunehmen. In der 72. Minute betrat Filip Pavić den Rasen und wurde damit zum ersten Spieler des Jahrgangs 2010, der in einem Pflichtspiel für die Bayern auflief. Der Nachwuchsspieler, der normalerweise für die U17 kickt, hatte erst wenige Monate zuvor sein Debüt in der UEFA Youth League gefeiert.
Die Verletzungsmisere beschränkte sich jedoch nicht auf die Torhüter. Auch der junge Aleksandar Pavlović kämpfte nach der Partie mit Problemen am Hüftbeuger. Jonas Urbig hingegen erhielt erst in letzter Minute die SpielFreigabe – ein Glücksfall, der eine vollständige Torhüterkrise abwendete.
Kompany hatte in mehreren Positionen rotiert, doch das Spiel offenbarten Bayerns Abhängigkeit von Eigengewächsen aufgrund der vielen Ausfälle. Die Situation unterstrich die mangelnde Kadertiefe in der Saison 2025/26.
Pavićs kurzer Auftritt markierte einen historischen Moment für die Nachwuchsarbeit des FC Bayern. Die Verletzungsserie zwang den Verein, mehrere Talente wie Prescott und Pavlović vorzeitig zu befördern. Zwar sicherten sich die Münchner einen souveränen Sieg, doch das Spiel legte ihre Verwundbarkeit in zentralen Positionen schonungslos offen.






