Bayern startet Bau der ersten Wasserstoff-Pipeline HyPipe one über 15 Kilometer
Stjepan StaudeBayern startet Bau der ersten Wasserstoff-Pipeline HyPipe one über 15 Kilometer
Bayern genehmigt Bau von HyPipe one – einer 15 Kilometer langen Wasserstoffleitung
Der Freistaat hat den Bau von HyPipe one bewilligt, einer 15 Kilometer langen Pipeline für grünen Wasserstoff. Das Projekt markiert die erste Phase eines deutlich größeren Netzes, das die industriellen Zentren des Landes mit klimaneutralem Wasserstoff versorgen soll. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erteilte dem Netzbetreiber Bayernets diese Woche die Planungsgenehmigung.
HyPipe one ist der Auftakt zu HyPipe Bavaria – The Hydrogen Hub, einem Vorhaben, das von der EU als Gemeinschaftsprojekt von gemeinsamem Interesse (PCI, Project of Common Interest) anerkannt wurde. Ziel ist es, bestehende Gasinfrastrukturen für den Transport von grünem Wasserstoff umzurüsten. Die Leitung wird das bayerische Chemiedreieck um Burghausen bedienen und über Österreich an internationale Wasserstoff-Importrouten angebunden.
Das gesamte Wasserstoffnetz mit einer Länge von 300 Kilometern soll Anfang der 2030er Jahre fertiggestellt werden. Bayernets-CEO Dr. Matthias Jenn bezeichnete die Genehmigung als "wichtigen Meilenstein" für den Ausbau des übergeordneten Systems. Gleichzeitig soll das Projekt Unternehmen in Burghausen und Ingolstadt langfristige Planungssicherheit bieten.
Sobald HyPipe one in Betrieb geht, wird die Leitung Teil des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes Deutschlands sein. Sie ermöglicht der regionalen Industrie den Zugang zu sauberer Energie und verbindet sie mit grenzüberschreitenden Lieferketten.
Mit der Genehmigung rückt Bayern einer wasserstoffbasierten Zukunft näher. Unternehmen aus der Chemie- und Fertigungsindustrie erhalten über die neue Pipeline Zugang zu grünem Strom. Die Bauarbeiten können nun beginnen; das gesamte Netz soll noch in diesem Jahrzehnt ans Netz gehen.






