19 March 2026, 16:15

Bayern führt als erstes Bundesland strenge Regeln für Ferienwohnungen ein

Stadtstraße mit hohen Gebäuden, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern, einem Fahrrad, einem Feuerhydranten und Schildern mit der Aufschrift "Mietwohnungen zu vermieten" an der 5901 S Elmwood Avenue, Toronto.

Neue Transparenz zur Verhinderung von Missbrauch von Wohnraum - Bayern führt als erstes Bundesland strenge Regeln für Ferienwohnungen ein

Bayern führt als erstes Bundesland Gesetz zur Regulierung von Ferienwohnungen ein

Bayern ist das erste deutsche Bundesland, das ein Gesetz zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen verabschiedet hat. Das neue Bayerische Zweckentfremdungsgesetz, auch bekannt als Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum, tritt am 1. April 2026 in Kraft. Damit wird erstmals eine EU-Regelung zu Kurzzeitvermietungen auf Landesebene in Deutschland umgesetzt.

Das Gesetz gibt Kommunen schärfere Instrumente an die Hand, um Kurzzeitvermietungen auf Plattformen wie Airbnb zu kontrollieren. Kritiker argumentieren, dass solche Angebote die Wohnungsnot in Städten verschärfen, indem Wohnraum in Touristenunterkünfte umgewandelt wird. Künftig müssen Vermieter ihre Objekte beim Land registrieren lassen und die Registriernummer den Buchungsplattformen vorlegen.

Der Bayerische Landtag billigte die Maßnahmen zur Umsetzung der EU-Verordnung 2024/1028, die ein digitales Registrierungssystem für Kurzzeitvermietungen vorschreibt. Zudem erhalten die Gemeinden Zugang zu einem EU-weiten Datenaustauschnetzwerk, über das sie Anzeigen überprüfen und die Einhaltung der Vorschriften durchsetzen können. Bisher hat kein anderes Bundesland eine vergleichbare Regelung eingeführt.

Die Registrierungspflicht soll illegale Vermietungen verhindern und sicherstellen, dass Wohnraum für die lokale Bevölkerung verfügbar bleibt. Plattformen werden verpflichtet, die Registriernummern zu prüfen, bevor sie Anzeigen freischalten.

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Das neue Gesetz tritt am 1. April 2026 in Kraft und macht Bayern zum ersten Bundesland, das die EU-Regeln zu Kurzzeitvermietungen übernimmt. Die Kommunen erhalten damit bessere Kontrollmöglichkeiten über Ferienwohnungen und stärkere Durchsetzungsbefugnisse. Der Schritt folgt wachsenden Sorgen über Wohnungsmangel in städtischen Gebieten der Region.

Quelle