Bayern bleibt Spitzenreiter bei finanzieller Stabilität – doch die Unterschiede sind enorm
Roger AdolphBayern sind am wenigsten überverschuldet - Bayern bleibt Spitzenreiter bei finanzieller Stabilität – doch die Unterschiede sind enorm
Bayern bleibt das Bundesland mit der niedrigsten Quote überschuldeter Erwachsener, wie die aktuellen Zahlen zeigen. Nur 6,05 Prozent der Einwohner leiden unter langfristigen finanziellen Problemen – deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. In einigen Landkreisen des Freistaats liegt der Wert noch niedriger, mit Eichstätt an der Spitze mit 3,66 Prozent.
Bundesweit kämpfen 8,16 Prozent der Erwachsenen mit Überschuldung, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Bayerns Quote von 6,05 Prozent ist die niedrigste in Deutschland, gefolgt von Baden-Württemberg mit 6,88 Prozent. Bremen verzeichnet mit 12,11 Prozent die höchste Überschuldungsrate im Land.
Innerhalb Bayerns variieren die Zahlen stark je nach Landkreis. Eichstätt weist mit 3,66 Prozent die geringste Quote auf, gefolgt von Erlangen-Höchstadt mit 3,85 Prozent. Der Landkreis Schweinfurt liegt mit 4,16 Prozent auf Platz drei, dicht gefolgt von Roth (4,29 Prozent) und Landsberg am Lech (4,31 Prozent). Am anderen Ende der Skala meldet der Landkreis Hof mit 11,84 Prozent die höchste Überschuldungsrate im Freistaat.
Auf nationaler Ebene stiegen die Privatinsolvenzen 2025 auf 107.816 Fälle – ein Anstieg um 7,8 Prozent gegenüber 2024. Bayerns Insolvenzquote bleibt mit 86 Fällen pro 100.000 Einwohner niedrig. Daten zur Überschuldung in München und Neuss liegen nicht vor, allerdings ist die kommunale Schuldenlast Münchens bis 2026 auf 10,35 Milliarden Euro angestiegen – das entspricht etwa 6.887 Euro pro Einwohner und übertrifft damit andere Großstädte bei Weitem.
Insgesamt hebt sich Bayern durch seine finanzielle Stabilität ab, mit sowohl auf Landes- als auch auf Kreisebene durchgehend unterdurchschnittlichen Werten. Die Kluft zwischen den niedrigsten und höchsten Quoten innerhalb des Freistaats unterstreicht jedoch regionale Unterschiede. Gleichzeitig deuten die steigenden bundesweiten Insolvenzzahlen auf übergeordnete wirtschaftliche Herausforderungen hin.






