„Bares für Rares“-Streit: Warum ein *Dark-Souls*-Schwert die TV-Experten spaltet

Admin User
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Ein animiertes Schwert mit einem Namen und Text am unteren Rand.

„Bares für Rares“-Streit: Warum ein *Dark-Souls*-Schwert die TV-Experten spaltet

Ein Streit über den Wert eines Schwerts entbrannte in der deutschen TV-Sendung Bares für Rares, nachdem die Moderatoren das Stück als "wertlosen Plunder" abgetan hatten. Die live auf Twitch ausgestrahlte Folge zeigte Content-Creator, die seltene Gegenstände zur Begutachtung mitbrachten. Einer von ihnen, Maximilian "HandOfBlood" Knabe, präsentierte ein von Dark Souls inspiriertes Schwert – doch die Experten lehnten jeden materiellen Wert kategorisch ab.

Die Kontroverse weitete sich schnell im Netz aus, wo Historiker und YouTuber diskutierten, ob die Bewertung der Sendung gerechtfertigt oder schlicht falsch war.

Am 24. November 2025 trat Knabe mit dem Schwert bei Bares für Rares auf, das er Jahre zuvor auf einem Mittelaltermarkt erworben hatte. Der Schmied, der es ihm verkauft hatte, sprach kaum Deutsch, sodass Knabe über dessen Herkunft im Unklaren blieb. Moderator Horst Lichter und der YouTuber PietSmiet stuften die Waffe während der Begutachtung umgehend als "Schrott" ein.

Knabe widersprach später dem Urteil und präzisierte, er habe nie behauptet, es handele sich um ein historisches Schwert. Vielmehr bestehe es auf eine Bühnenkampf-Replik, die für Aufführungen und nicht für Echtheit konzipiert sei. Seine Argumentation gewann an Gewicht, als der Historiker und YouTuber Geschichtsfenster ihn Ende 2024 unterstützte – und der Sendung vorwarf, bei der Bewertung solcher Objekte an Fachwissen zu mangeln. Geschichtsfenster hatte Knabe bereits in einer früheren Kontroverse um die ZDF-Dokumentation Die Händler des Hasses beigestanden. Damals hatte der YouTuber den Moderatoren vorgeworfen, Nischen-Sammlerstücke systematisch zu unterbewerten. Diesmal veröffentlichte er Videos, in denen er bestätigte, dass Knabes Schwert tatsächlich eine Replik sei – kein historisches Artefakt – und die pauschale Abwertung durch die Sendung unbegründet.

Der Fall offenbart die Spannungen zwischen klassischen TV-Gutachtern und Online-Experten bei der Bewertung spezialisierter Objekte. Knabes Schwert, im Fernsehen als wertlos verrissen, erhielt Rückendeckung von Historikern, die die Methoden der Sendung infrage stellten. Der Vorfall hat seitdem eine breitere Debatte darüber angestoßen, wie seltene Sammlerstücke in den Mainstream-Medien beurteilt werden.

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