17 April 2026, 12:13

Bahnausbau in Deutschland scheitert an milliardenschweren Finanzlücken bis 2029

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Proposed Commuter Rail Project" auf der linken Seite, zeigend Straßen, Highways und Stadtmerkmale.

Bahnausbau in Deutschland scheitert an milliardenschweren Finanzlücken bis 2029

Deutschlands Schienenausbau steckt in schweren Verzögerungen – trotz Sonderfonds für Infrastruktur

Die Deutsche Bahn warnt vor milliardenschweren Finanzierungslücken bis 2029, die selbst der bestehende Infrastruktur-Sonderfonds nicht schließen kann. Zahlreiche dringende Vorhaben, obwohl planungsreif, liegen auf Eis, weil die Bundesmittel nicht ausreichen.

Die Mittel des Bundes reichen nicht aus, um die Projekte des Bundesverkehrswegeplans wie vorgesehen umzusetzen. Schon bis 2027 wird der Bahnkonzern ein Minus von rund 300 Millionen Euro gegenüberstehen. 2028 klettert das Defizit auf 538 Millionen, und bis 2029 explodiert die Lücke auf 1,44 Milliarden Euro.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz der prekären Finanzlage könnten einige Projekte doch noch vorankommen. Die Ausbaustrecke Ostkorridor, die für den Güterverkehr von zentraler Bedeutung ist, könnte noch in dieser Legislaturperiode baureif werden. Auch die Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg und Dresden steht kurz vor der Umsetzungsreife. Zudem könnte die Sanierung des Pfaffensteigtunnels in Stuttgart bald genehmigt werden.

Ein Lichtblick ist der geplante Neubau der ICE-Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt: Hier könnten die Bauarbeiten noch vor der Hälfte der Legislaturperiode beginnen. Doch ohne zusätzliche Mittel bleiben die meisten anderen Ausbauprojekte vorerst blockiert.

Die Finanzierungsengpässe bremsen dringend benötigte Modernisierungen im gesamten Schienennetz aus. Projekte wie der Ostkorridor oder die Franken-Sachsen-Magistrale sind zwar startbereit, können aber ohne weitere Gelder nicht realisiert werden. Bleibt es bei der aktuellen Förderung, werden die Lücken bestehen bleiben – und Deutschlands Pläne für eine moderne Schieneninfrastruktur weiter verzögern.

Quelle