Bahn-Chaos ab Oktober: Monatelange Sperrungen zwischen Hannover und Berlin
Roger AdolphBahn-Chaos ab Oktober: Monatelange Sperrungen zwischen Hannover und Berlin
Massive Bahn-Einschränkungen zwischen Hannover und Berlin ab Oktober
Reisende auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin müssen sich auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Ab dem 2. Oktober beginnen umfangreiche Gleis- und Signalmodernisierungen, die zu Verspätungen und einem reduzierten Fahrplan führen werden. Die Arbeiten sind Teil eines größeren Sanierungsprojekts, das wichtige Strecken im gesamten Norddeutschland betrifft.
Wie die Deutsche Bahn bestätigt, wird die Verbindung Hannover–Berlin bis mindestens zum 12. Dezember großflächig umgebaut. In dieser Zeit müssen ICE-Züge auf dieser Strecke mit Verspätungen von bis zu 80 Minuten rechnen, zudem wird das Angebot auf nur eine Verbindung pro Stunde reduziert. Noch stärker betroffen sind Reisende von Amsterdam nach Berlin: Hier verkehrt nur noch alle vier Stunden ein Zug, und die Fahrzeit verlängert sich um bis zu 70 Minuten.
Die ICE-Verbindung über Kassel, die Braunschweig mit Frankfurt verbindet, fällt während der Bauarbeiten komplett aus. Auch die IC-Züge zwischen Hannover und Leipzig fahren nur noch alle zwei Stunden. Der Bahnhof Wolfsburg verliert vorübergehend sämtliche Fernverkehrsanschlüsse.
Um die Auswirkungen abzumildern, will die Deutsche Bahn zumindest stündlich eine Fernverkehrsalternative über Erfurt anbieten. Gleichzeitig soll die seit dem vergangenen Jahr sanierte Strecke Berlin–Hamburg nach vorherigen Verzögerungen nun Mitte Juni wieder in Betrieb gehen.
Die Modernisierungsmaßnahmen umfassen die Erneuerung von Gleisen und die Aufrüstung der Signalsysteme. Dennoch warnt die Bahn vor weiteren möglichen Verspätungen über das geplante Fertigstellungsdatum im Dezember hinaus.
Langfristig werden die Sanierungen zwar die Qualität des Schienennetzes verbessern – doch bis dahin müssen Pendler und Reisende monatelang mit eingeschränktem Angebot und längeren Fahrzeiten leben. Die Deutsche Bahn rät, Fahrten frühzeitig zu planen und wo möglich Ausweichrouten zu nutzen. Das volle Ausmaß der Veränderungen wird sich erst nach Abschluss der Arbeiten im Dezember zeigen.






