Avignon Festival 2024 feiert koreanische Kunst als Gastsprache und setzt neue Maßstäbe
Alexander TextorAvignon Festival 2024 feiert koreanische Kunst als Gastsprache und setzt neue Maßstäbe
Das Avignon Festival 2024 stellt Koreanisch als offizielle Gastsprache in den Mittelpunkt – eine Premiere für eine asiatische Sprache. Vom 4. bis 25. Juli in Frankreich wird die Veranstaltung neun Werke von sieben koreanischen Künstlern präsentieren und setzt damit ein bedeutendes Zeichen für die koreanische darstellende Kunst auf der weltweiten Bühne.
Das Gastsprachenprogramm des Festivals, das 2023 ins Leben gerufen wurde, hat zum Ziel, vielfältige darstellende Künste im Zusammenhang mit einer ausgewählten Sprache zu präsentieren. Frühere Ausgaben widmeten sich dem Englischen, Spanischen und Arabischen. Die diesjährige Wahl des Koreanischen führt das Publikum in ein breites Spektrum zeitgenössischer und traditioneller Werke ein.
Unter den Aufführungen zeigt Koo Ja-ha drei Stücke: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi. Ihre Gruppe Sung-im bringt zudem 1 Grad Celsius auf die Bühne, einen zeitgenössischen Tanz, der sich mit Umweltthemen auseinandersetzt. Weitere eingeladene Produktionen sind Inselgeschichte, Mulji, Schnee, Schnee, Schnee sowie KIN: Yeonhee Project 1.
Eine szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht wird von der Schauspielerin Lee Hye-young dargeboten. Das Festivalprogramm spiegelt sowohl das reiche künstlerische Erbe Koreas als auch seine modernen, kreativen Stimmen wider.
Die Aufnahme des Koreanischen als Gastsprache bringt neun unterschiedliche Produktionen auf die Bühnen Avignons. Mit Aufführungen aus den Bereichen Theater, Tanz und szenischen Lesungen bietet das Festival dem Publikum eine seltene Gelegenheit, sich mit der koreanischen Kultur auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung dauert drei Wochen und endet am 25. Juli.






