Airbus fordert rasche Entscheidung für deutsches Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Stjepan StaudeAirbus fordert rasche Entscheidung für deutsches Kampfflugzeug nach FCAS-Debakel
Airbus drängt Politiker zu schneller Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Der Aufruf erfolgt nach dem Scheitern des deutsch-französisch-spanischen FCAS-Programms (Future Combat Air System). Branchenvertreter warnen, dass weitere Verzögerungen Deutschland im Wettbewerb mit internationalen Projekten zurückwerfen könnten.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betont, dass Deutschland über das Know-how und die Ressourcen verfüge, um ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln. Er pocht auf einen sofortigen Start der Arbeiten und warnt, dass Zögern das Projekt nur noch weiter in Verzug bringen werde.
Pretzl zeigte sich zugleich offen für internationale Zusammenarbeit und lud andere Länder ein, sich an dem Vorhaben zu beteiligen. Seine Äußerungen folgen auf das Scheitern des FCAS-Programms, das ursprünglich ein europäisches Kampfflugzeug der nächsten Generation hervorbringen sollte.
Unterdessen unterstrich Reinhard Brandl, Generalsekretär der CSU-Bundestagsfraktion, die Bedeutung europäischer Teamarbeit bei künftigen Kampfflugzeugprojekten. Er verwies darauf, dass deutsche Unternehmen eine führende Rolle übernehmen könnten – mit Fachwissen und industrieller Kapazität als starke Argumente.
Der Appell erhöht den Druck auf die Politik, einen klaren Fahrplan vorzulegen. Ohne zügige Entscheidungen droht Deutschland in der militärischen Luftfahrt den Anschluss zu verlieren. Airbus und politische Vertreter sind sich einig: Die Zeit wird knapp, um die Position des Landes in der Entwicklung modernster Kampfflugzeuge zu sichern.






