AfD lehnt Aigners Bundespräsidenten-Kandidatur wegen mangelnder Neutralität ab
Alexander TextorAfD lehnt Aigners Bundespräsidenten-Kandidatur wegen mangelnder Neutralität ab
Ilse Aigner, die amtierende Präsidentin des bayerischen Landtags, steht nun als Kandidatin für das Amt des deutschen Bundespräsidenten im Gespräch. Die Nominierung stößt bereits auf Widerstand bei der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Parteivertreter werfen ihr vor, zu stark in ihrem eigenen politischen Lager verhaftet zu sein.
Die AfD hat klar Position bezogen: Aigners lange Zugehörigkeit zur Christlich-Sozialen Union (CSU) mache sie für das Amt ungeeignet. Co-Parteivorsitzende Alice Weidel kritisierte die Kandidatin scharf und warf ihr vor, Parteinteressen über eine ausgewogene Repräsentation zu stellen. Weidel verwies dabei auf Aigners Zeit im bayerischen Landtag, in der ihr vorgeworfen wurde, oppositionelle Stimmen systematisch zu ignorieren.
Laut Weidel müsse der Bundespräsident über allen politischen Lagern stehen und allgemeine Anerkennung genießen. Sie betonte, das Amt erfordere Neutralität – und keine Person, die als Parteisoldatin wahrgenommen werde. Die Ablehnung der AfD kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Aigners Name in anderen politischen Kreisen zunehmend an Unterstützung gewinnt.
Aigners mögliche Kandidatur sieht sich damit früh mit Widerstand der AfD konfrontiert. Die Vorbehalte konzentrieren sich auf ihre vermeintliche Parteilichkeit und ihre Bilanz in Bayern. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen darüber sind, welche Eigenschaften der nächste Bundespräsident mitbringen sollte.






